
Bild zu Rezept
Kabeljau, geschmorte Schweinebauch-Glasur, Spitzkohl und Dashi-Jus
Das Foto wirkt wie eine japanisch inspirierte Schale mit klarer Brühe, zartem Fisch, einem glasierten Würfel Schweinebauch, Kohl und feinen Algennoten. Daraus entsteht eine veredelte, klarere Signature-Version: präzise gegarter Kabeljau trifft auf lackierten Schweinebauch, sanft geschmorten Spitzkohl und einen tiefen, bernsteinfarbenen Dashi-Jus mit eleganter Umami-Spannung.
Die Bildidee als Signature-Gericht
Kulinarisch plausibel erkennbar sind eine rötlich-braune, klare Brühe oder Jus, weiße Fischstücke, ein glänzend glasierter Würfel, wahrscheinlich Schweinebauch, dazu Kohl oder Lauch sowie feine dunkle Algenstreifen. Die genaue Rezeptur ist aus dem Bild nicht sicher bestimmbar, aber die Aromatik deutet auf eine japanisch inspirierte Kombination aus Dashi, Soja, Mirin oder Sake, geschmortem Schweinebauch und sanft gegartem Weißfisch hin. Für die veredelte Fassung wird das Gericht fokussierter aufgebaut, die Brühe klarer gezogen und das Anrichten reduziert und präzise gedacht.
Komponenten
- 400 g Kabeljaufilet ohne Haut
- 500 g Schweinebauch
- 1 kleiner Spitzkohl
- 1 Schalotte
- 1 Stück Ingwer, ca. 25 g
- 2 Frühlingszwiebeln
- 1 kleines Stück Kombu
- 8 g Bonitoflocken
- 700 ml Wasser
- 150 ml Kalbsfond oder milder Geflügelfond
- 80 ml Sojasauce
- 60 ml Mirin
- 60 ml Sake
- 1 EL Reisessig
- 1 EL brauner Zucker
- 1 TL heller Miso
- 1 TL neutraler Öl
- 20 g kalte Butter
- 1 TL geröstetes Sesamöl
- 1 Nori-Blatt
- feines Meersalz
- weißer Pfeffer
Präzise umgesetzt
- Schweinebauch in einen kleinen Topf legen, mit Wasser bedecken, einmal aufkochen und 2 Minuten blanchieren. Herausnehmen, abspülen und trocken tupfen.
- Schweinebauch mit 400 ml Wasser, 40 ml Sojasauce, 30 ml Mirin, 30 ml Sake, braunem Zucker, grob geschnittener Schalotte und einigen Ingwerscheiben zugedeckt bei sehr milder Hitze 1,5 bis 2 Stunden weich schmoren, bis er zart ist, aber noch Form hält. Anschließend aus dem Sud nehmen, beschweren und kalt werden lassen.
- Für den Dashi-Jus 700 ml Wasser mit Kombu langsam erhitzen, kurz vor dem Siedepunkt den Kombu entnehmen, Bonitoflocken zugeben, 2 Minuten ziehen lassen und durch ein feines Sieb passieren. Mit Kalbsfond, restlicher Sojasauce, Mirin und Sake aufkochen.
- Den Jus mit Reisessig und Miso fein ausbalancieren, 8 bis 10 Minuten sanft reduzieren, dann mit kalter Butter montieren. Der Geschmack soll klar, tief und glänzend sein, nicht schwer.
- Spitzkohl in 4 kleine, kompakte Segmente schneiden. In wenig Öl auf den Schnittflächen leicht karamellisieren, dann mit etwas Dashi-Jus untergießen und 4 bis 5 Minuten sanft glacieren, bis der Kohl weich, aber noch saftig ist.
- Den durchgekühlten Schweinebauch in 4 saubere Würfel schneiden. In einer kleinen Pfanne mit etwas Schmorsud und wenig Jus mehrfach lackieren, bis die Oberfläche glänzt und dunkel karamellisiert wirkt.
- Kabeljau in 4 Stücke schneiden, leicht salzen und 8 Minuten temperieren lassen. Anschließend im Dampf oder in knapp siedendem Jus 4 bis 6 Minuten glasig garen. Er soll in großen, saftigen Lamellen auseinandergehen.
- Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Nori in sehr feine Streifen schneiden.
- Zum Anrichten etwas Jus in vorgewärmte tiefe Teller geben. Kabeljau leicht versetzt mittig setzen, daneben einen lackierten Schweinebauchwürfel und ein glaciertes Spitzkohlsegment platzieren. Mit wenigen Frühlingszwiebelringen und Nori vollenden. Zum Schluss den restlichen heißen Jus angießen.
Reduziert, hell, präzise
Reduziert und ruhig anrichten: viel freier Teller, nur drei Hauptkomponenten in lockerer Triangel. Der bernsteinfarbene Jus umfließt die Elemente, ohne sie zu überdecken. Nori nur als feiner schwarzer Akzent, Frühlingszwiebel sehr sparsam für Frische und Farbe.
Die entscheidenden Stellen
- Wenn kein Kalbsfond gewünscht ist, den Jus nur mit Dashi kochen und mit einem Hauch mehr Miso und Butter abrunden.
- Statt Kabeljau funktionieren auch Skrei, Heilbutt oder Seeteufel sehr gut.
- Der Schweinebauch lässt sich am Vortag schmoren; kalt geschnitten wird er besonders präzise.
- Für mehr Tiefe kann ein Teil der Sojasauce durch helle Tamari ersetzt werden.
- Der Jus sollte nie salzig dominant werden; er lebt von Klarheit, Glanz und Umami, nicht von Schwere.